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Mein erster Schrei erklang 1977, an einem Tag im Februar an dem auch James Dean heute noch seinen Geburtstag feiern würde. Ich bin die Mittelste von drei Mädels in unserer Familie und falle wohl deswegen auch ein wenig aus dem Raster, denn Puppen gab es in meiner Spielkiste nicht. Erst im Alter von 10 Jahren begann ich, in mancher Hinsicht doch zur weiblichen Fraktion zu wechseln, legte meine kurze Hose und den noch kürzeren Haarschnitt ab und tauschte die bekannten Zettelchen mit Jungs. Von da an gab es leider nicht mehr so viele Basteleien mit Paps in der Garage oder Herumdüsen mit dem selbstgebauten Go-Kart.
Lange Stunden verbrachte ich trotzdem überwiegend mit Kumpels auf dem Fußballplatz, als mit einer Freundin, was – zusätzlich zur praktischen Erziehung sicher eine etwas maskulinere Ader in mir und meinem Verhalten geweckt hat, was wiederum meine Liebe zum Automobil verständlich macht. Ansonsten bin ich außen und innen feminin geblieben.
Aufgewachsen bin ich in Sachsen, im schönen Muldentalkreis. Unsere Montagsausflüge nach Leipzig haben irgendwann gefruchtet und die Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland wurde gebrochen. So kam es, dass ich mit meinen Eltern und meiner jüngeren Schwester 1992 legal „in den Westen“ gezogen bin.
Nach vielen Jahren fühle ich mich hier in Baden-Württemberg richtig heimisch. Sächsisch habe ich fast verlernt und sogar das Schwäbische nistet sich ab und zu unbewusst in meinen Sprachgebrauch ein.
Im Jahr 1993 habe ich - nach dem Schulwechsel Ost/West mitten im Schuljahr - meinen Realschulabschluss gemacht, die Lehre als Rechtsanwaltsfachangestellte begonnen und mittlerweile verbringe ich die meisten Werktage an einem sehr interessanten und spannenden Arbeitsplatz in der Zentrale eines Finanzinstituts.
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